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Know-Your-Customer-Verfahren und Anti-Geldwäsche-Richtlinie


​​Die aktuelle Lage im Kampf gegen Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT) stellt Kreditinstitute vor gewaltige Herausforderungen. Internationale Regelungen, beeinflusst durch Vorbilder wie den „Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung" (Financial Action Task Force, FATF), werden nun in nationales Recht integriert und umfassen Richtlinien wie AML 4 und Präventivmaßnahmen wie „KYC" (Know Your Customer) zur Kundenidentifizierung.

Know your customer 

Anti-Geldwäsche Richtlinie

 ​In Europa legte die vierte Richtlinie zur Verhinderung von Geldwäsche (AML 4), die 2015 in Kraft trat, ein neues Regelwerk fest, um Finanzinstitute vor dem Risiko der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu schützen.

Die aktuellste Ausgabe der AML-Richtlinie stellte Kreditinstitute vor neue Herausforderungen:

  • Bessere Kenntnis über denKunden und seine Finanztransaktionen zur Risikominimierung
  • Strengere Customer Due Diligence
  • Kontrolle der Kundenidentität und Datenaustausch mit zentralen Verwaltungen
  • Umsetzung der Richtlinie durch die EU-Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren 

​​​​Kno​w Your Cust​omer (KYC) und Customer Due Diligence measures (CDD)

Die im Rahmen von „Know-Your-Customer"-Aktivitäten,  durchgeführte  Legitimationsprüfung stellt ein obligatorisches Grundgerüst zur Kundenidentifzierung für Banken und andere Finanzinstitute dar. Zur Einhaltung internationaler Richtlinien zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung müssen Know-Your-Customer-Verfahren bei der Registrierung von Neukunden  durchgeführt werden.

Die KYC-Richtlinien von Banken umfassen in der Regel folgende vier Schlüsselelemente:

  • Unternehmenspolitik
  • Massnahmen zur Kundenidentifizierung
  • Überwachung von Transaktionen
  • Risikomanagement ​

KYC beginnt mit der einfachen Aufgabe zu überprüfen, ob der Kunde wirklich ist wer er vorgibt zu sein. Im Finanzsektor gehört dazu die Verifizierung der Identität des Kunden durch amtliche Dokumente, zum Beispiel einen Personalausweis. Bisher übliche papierbasierte Kontrollen werden zunehmend digitalisiert. Bei der dabei durchgeführten Prüfung des Indentitätsnachweises auf Echtheit, kommen mehr und mehr auch biometrische Verfahren wie Gesichts-oder Fingerabdruckerkennung zur Authentifizierung des Dokumenteninhabers zum Einsatz.  Digitale Verfahren zur Identitätsverifizierung ermöglichen es Banken, automatisch Kundendaten zu erfassen, die direkt in bestandsführende Unternehmenssysteme übernommen werden können. Um den Onboarding-Prozess für Kunden zu vereinheitlichen, können weitere Sorgfaltspflichtsprüfungen oder Risikoanalysen durchgeführt werden , bei Bedarf ist ein Abgleich mit externen Ressourcen möglich  um zum Beispiel PEPs (Politisch Exponierte Personen) zu überprüfen.

Kreditinstitute müssen zudem  Transaktionen und während der Customer-Due-Diligence-Maßnahmen gewonnene Informationen dokumentieren. Diese Anforderungen gelten sowohl für Neukunden als auch für Bestandskunden, abhängig von Wesentlichkeit und Risiko.

KYC ist ein Schlüsselelement im Kampf gegen Finanzkriminalität und Geldwäsche. Die Kundenverifikationg ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Grundlagefür die nachfolgenden Schritte des Verfahrens darstellt. 

Wie kann Gemalto unterstützen?

 

Gemalto hat seine umfangreiche Expertise in der Identitätsverifizierung für Behörden in einer Lösung gebündelt, die die Einhaltung von neuen Regelungen vereinfacht. Dies gilt  insbesondere hinsichtlich der Kundensorgfaltspflicht (CDD) und Legitimationsprüfungen (KYC).

Allynis ID Verification unterstützt Banken dabei, Kunden ein reibungsloses Onboarding-Erlebnis zu bieten, welches die KYC-Richtlinien einhält und das Betrugsrisiko minimiert. Unsere Lösung ermöglicht innerhalb weniger Sekunden:

  • Digitale Erfassung von Kundeninformationen zur direkten Übernahme  in die bestandsführenden Unternehmenssysteme
  • Verifizierung von Identitätsnachweisen mit anpassbaren Sicherheitsstufen Kundenauthentifizierung durch biometrische Technologien
  • Risikobewertung durch Abgleich mit PEPs, Sanktions- und Überwachungslisten​

*FATF-Empfehlungen 2012​​​​

 DOKUMENTE